Geschichte

Erfolg mit Heim ohne Subvention
THAL. 25 Jahre nach der denkwürdigen Abstimmung blickt Heimleiter und Präsident Werner Meier auf eine Erfolgsgeschichte zurück.
Am 9. Juni 1985 hatten die Stimmberechtigten das Altersheim Hächleren einer privaten Trägerschaft übergeben.
Etwa 50 geladene Gäste feierten genau ein Vierteljahrhundert nach der Übernahme des Heims durch die Hächleren AG die erstaunliche Entwicklung vom Bürgerheim zum Alterszentrum. Heimleiter Werner Meier begrüsste zahlreiche Persönlichkeiten, die am Erfolg beteiligt waren. Alt Gemeindammann Hans Schlegel erinnerte sich an die Abstimmung: Mit 72 Prozent Ja wurde die Privatisierung des Altersheims der Gemeinde angenommen.
Die Aktiengesellschaft verpflichtete sich im Gegenzug, immer 20 Plätze für Thaler Einwohner zur Verfügung zu stellen. Ausserdem gehört immer ein Mitglied des Gemeinderats dem Verwaltungsrat an.
Mit Wohnungen ergänzt
Gemeindepräsident Robert Raths sagte, Thal könne mit dem Trüeterhof, dem Pflegewohnheim Kruft und dem Alterszentrum Hächleren beste Verhältnisse für Betagte bieten.
Der stellvertretende VR-Präsident Ernst Weiss betonte, das Heim Hächleren sei all die Jahre ohne Hilfe der öffentlichen Hand ausgekommen, auch wenn es nicht immer leicht gewesen sei, das Kapital für Bauvorhaben aufzutreiben. Architekt Ruedi Bär schilderte die Aus- und Neubauten in den 25 Jahren, durch Werner Meier illustriert mit Bildern. 1986 wurden für 2,5 Mio. Franken Speisesaal und Küche angebaut. Zwei Jahre später stockte man den Anbau mit zusätzlichen Altersheimzimmern auf.
Anfang der 90er-Jahre kam die neue Alterssiedlung mit 30 Wohnungen. 1996 baute man das Altersheim praktisch neu.
Ersatzbau mit Hindernissen
Zimmergrösse und Fenster im alten Haus hätten nicht mehr den kantonalen Vorschriften entsprochen, erklärte Werner Meier. Ausserdem bildete der Holzbau ein Brandrisiko. Das Haus blieb während der ganzen Bauzeit bewohnt; darum musste man zuerst die eine Hälfte abreissen und neu erstellen und dann die andere Hälfte. Für die Heimbewohner wurde während eines Jahres in der Küche einer Alterswohnung gekocht.
Modern und wohnlich
Nun verfügt das Haus über moderne Infrastruktur, wohnliche Gemeinschaftsräume, rollstuhlgängigen Eingang und Lift zu allen Stockwerken. Wo man früher Gemüse pflanzte, liegt heute ein Weiher, in welchem Goldfische und Enten leben. Eine Cafeteria mit Gartenrestaurant verbindet Heim und Alterssiedlung.